Ich starte wieder gegen 05:30 Uhr. Es ist absolut windstill.
Mein Ziel für heute ist der Norden von Korčula, genauer gesagt die Badebucht Luka Banja, von der mir Tom und Christiane erzählt haben. Dort soll es eine Strandbar geben, und ich hoffe auf einen schönen Ort zum Verweilen. Sollte das nicht klappen, habe ich noch zwei Alternativen in der Nähe. Der Weg dorthin beträgt etwa 38 Meilen, und der Wind ist nach wie vor nicht vorhanden – also geht es nur unter Motor voran.
Den ganzen Morgen fahre ich entlang der schroffen, romantischen Südküste von Mljet in westlicher Richtung. An der Westspitze angekommen, geht es weiter nach Norden Richtung Korčula.
Gegen 13:30 Uhr erreiche ich Luka Banja. Die Bucht ist voller Badegäste – Schwimmer, Stand-Up-Paddler, Kinder. Vor der Strandbar liegen bereits zwei große Motorboote. Ich versuche halbherzig, den Anker zu setzen, breche aber ab, da es mir hier zu quirlig und eng ist. Der Anker greift nicht richtig und schleift über Seegras.
Also weiter zur nächsten Bucht, Uvala Vrbovica. Hier ist es zwar ruhiger, aber die Yachten haben sich bereits so verteilt, dass ich bei der Tiefe von 8-12 Metern nicht genug Kette ausbringen kann. Auch hier probiere ich es, aber es erscheint mir für eine Übernachtung zu unsicher. Also ziehe ich den Anker wieder hoch.
Meine letzte Option ist ein großes Ankerfeld in der Uvala Kneza. Auch hier ist schon viel los, mit vielen Ausflugsbooten, die wahrscheinlich am Abend zurück nach Korčula wollen. Ich werfe den Anker ins Seegras und bekomme ihn zum Halten. Der Anker hält gut, aber ich liege sehr weit draußen. Der Wind baut eine richtige Welle auf. Als am Abend die Ausflugsboote wegfahren, nutze ich die Gelegenheit und fahre noch etwas tiefer in die Bucht. Nach vier Anker-Versuchen und einem Erfolg bin ich zufrieden.
Es ist herrlich hier. Ich gehe mehrmals schwimmen, koche mir Spaghetti und schlafe wie ein Stein.




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